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STRAHLENZENTRUM - "ZENTRALAUTOMANTIK" (tut020)
10-inch - white vinyl - lim. edition of 200 hand-numbered copies

14,- EUR

ORDER

STRAHLENZENTRUM was started in 2007 as a minimal electro side-project of N.STRAHL.N, the post-industrial outfit by prolific German sound-artist M. W. Löhr. After a self-titled debut on Tosom and a second album on Licht und Stahl, both in very limited CDR/tape editions, “Zentralautomantik” is the project’s third opus and very first appearance on vinyl. Featuring four brand new pieces and two tracks from the former album “Zentralebene” remixed by WERMUT, this mini-LP is inspired by E.T.A. Hoffmann’s dark romantic tale “The Sandman”, whose man-machine motif finds a new sonic expression in STRAHLENZENTRUM’s very own brand of cold, sparse and hypnotic electronics. Rhythmic analogue patterns between early industrial and late Third Wave slowly build up into repetitive, trance-inducing instrumental compositions, somehow calling to mind Indian ragas, like the reflection of divine and human wisdom in a machine’s mind.

Side A
A1 - Olimpia II mp3
A2 - Olimpia VII mp3
A3 - Olimpia VI

Side B
B1 - Zentralebene V
("Im Perspektiv" Edit) mp3
B2 - Olimpia III
B3 - Zentralebene VI
("Leere" Edit) mp3

(audio extracts on this page are in low quality)

PRESS CUTTINGS:

"Die schicke 10“ „Zentralautomatik“ offenbart so einiges an Potential. Die vier neuen Tracks namens „Olimpia II, III, IV und VI“ sind durch E.T.A. Hoffmann bzw. seiner Schauermär „Der Sandmann“ inspiriert und stehen musikalisch (meiner Meinung nach) ganz im Geiste der großartigen LE SYNDICAT ELECTRONIQUE. Stark unterkühlt, mit schroffen Kanten, etwas unzugänglich, ja fast schon abweisend ziehen die analogen Rhythmen dabei trotzdem sehr hypnotisch ihre Bahn, was also richtig cool ist. Im Gegensatz dazu die zwei Remixe von „Zentralebene V und VI“, welche durch das Label-Eigner-Duo von WERMUT ausgeführt wurden und ein wenig mehr Wärme, melancholische Melodie, schüchternen Gesang und akustisch-wavige Tupfer ins Spiel bringen. Schon diese beiden Interpretationen rechtfertigen eigentlich den Kauf der Platte, aber wie schon weiter oben erwähnt, birgt STRAHLENZENTRUM auch allein genügend Substanz, um im Minimal-Genre ganz weit oben mitzuspielen" (Marco Fiebag for Black Magazin)

""Zentralautomatik" sei, so schreibt es das herausgebende WERMUT-Label TREUE UM TREUE / REUE UM REUE, von "Der Sandmann" beeinflusst, einem Schauermärchen von E.T.A. HOFFMANN. Bereits die vier "Olimpia"-Stücke verweisen darauf, denn diesen Namen trägt auch eine von HOFFMANNs Hauptfiguren, welche sich im weiteren Verlauf übrigens als Holzautomat entpuppt. Eine der Thematiken des Schauerromans ist deshalb das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Hier könnte eine Verbindung zu "Zentralautomatik" bestehen, denn die sechs Tracks klingen teilweise tatsächlich wie von Maschinen gesteuert, während sich in den Zwischenräumen Emotionen versuchen, Bahn zu brechen.
"Olimpia II" (A1) überrascht nach dieser Einführung mit sehr analogem Klang, ist aber rhytmhisch und gleichförmig, eben beinahe maschinell. Durch die tuckernden Beats und Drums zieht sich ein sehr helles, plingendes Geräusch, und später schieben sich bedrohliche Drones unter die Fläche. Die fortwährende Wiederholung, trotz der leichten Abwechslungen, hat fast etwas Rituelles. Auch "Olimpia VII" (A2) besteht aus einem einfachen, sich wiederholenden Beat und einer klaren, kurzen Melodie. Das anschwellende melodische Summen geht manchmal in Richtung Noise. Diese scheinbar unkontrollierten Signale sind Zeichen dafür, dass entweder die Maschinen ein Eigenleben führen oder doch irgendwo Menschen versteckt sind. In "Olimpia VI" (A3) ertönt ebenfalls ein stärker und schwächer werdendes, sirenenartiges Geräusch.
"Zentralebene V" (B1) - der erste der beiden Remixe - ist allein deshalb spannend, weil es der einzige Track mit Gesang ist. Außerdem ertönt ein bassartiges Instrument, was trotz des weiter vorherrschenden Minimalismus einen wavigen Einschlag ergibt. Die männliche, verfremdete Stimme erscheint leicht nölend und schief, sehr mysteriös. "Olimpia III" (B2) hätte ich auf Anhieb einem C64-Jump'n'Run-Spiel zugeordnet, mit starkem Rauschen unterlegt. Und auch "Zentralebene VI" (B3, Remix 2) bietet in der Neuauflage Maschinengeflüster, ist erneut ein sehr rhythmusorientierter Track mit starken, treibenden Beats. Warme, sympathisch alte Synthiesounds machen daraus ein wunderbares Ambientstück, das aus einem historischen Science-Fiction-Film stammen könnte. Das Original wirkte langsamer und noisiger.
Diese EP vermischt gekonnt Sparten wie Minimal Techno, Cold Wave und Angst Pop, ist dabei aber weniger kühl und beängstigend, als die ersonnene Maschinenstory vermuten ließe. Sechs rhythmische Tracks, die scheinbar mit Mitteln der 1980er-Jahre eingespielt wurden oder zumindest so klingen. Wie eigentlich alle TUT-Produkte besitzt auch dieses ein starkes Maß an Eleganz. Für Elektronik-Freunde eine ganz sichere Bank." (Michael We. for NONPOP)

"Si le premier morceau, "Olimpia II" fait immédiatement penser à du Syndicat Electronique et à ce que l'on avait appelé La Troisième Vague au début des années deux mille, le style de Löhr se caractérise aussi par un attrait pour des constructions rythmiques qui renvoient à la transe, tout en restant très mécaniques et robotiques ("Olimpia IV"). Comme source d'inspiration, la nouvelle de Hoffmann, L'Homme Au Sable, grand classique de la littérature fantastique et du romantisme noir, a donné l'impulsion à ces quatre nouvelles compositions. On ressent bien entendu la thématique du récit transposée dans le rapport entre l'homme et la machine, mais c'est surtout dans les superbes remixes assurés par Wermut que la trace du grand auteur se fait le plus sentir. Le héros Nathanael est invoqué dans "Zentralebene V", alors que deux notes de basse glaçantes nous font de suite pénétrer dans l'état d'esprit angoissé du potagoniste. Cela fait plaisir de retrouver Wermut au meilleur de leur forme et dans leur style le plus cold pour ces réinterprétations de titres figurant sur le disque précédent de Strahlenzentrum. On appréciera que chacun des artistes ait opté pour un point de vue différencié, Wermut se situant du côté du héros tourmenté, en proie aux fantasmes, alors que Löhr privilégie l'angle déshumanisé de l'automate Olimpia. Une belle rencontre." (Mäx lachaud for Obsküre)